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IM WALD DER FIKTIONEN (UMBERTO ECO)

Als Weiterführung der partizipativen Installation „Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele (Cicero)“ im Künstlerhaus Wien im März 2019 begreift sich das Ausstellungsprojekt „Im Wald der Fiktionen (Umberto Eco)“. Wiederum wird das Buch als Quelle für theoretisches Wissen und Inspiration für die Künstlerin oder den Künstler thematisiert, jedoch in Hinblick auf Umberto Ecos Auseinandersetzung mit Literatur. 

 

Umberto Eco (1932 – 2016) war neben seiner schriftstellerischen Arbeit auch als Medienwissenschaftler, Wissenstheoretiker und Semiotiker bekannt. Sein Werk „Im Wald der Fiktionen“ trägt den Untertitel: „Sechs Streifzüge durch die Literatur“, in denen Eco den Autor, den Leser und das Werk zusammenführt und die Frage nach den Bedingungen des Lesens stellt. Er setzt sich mit dem Modell-Autor, dem Modell-Leser und dem empirischen Leser auseinander und zeigt in seinen sechs Vorträgen nicht nur Modelle und Parameter für die Erzähltextanalyse auf, sondern thematisiert auch hinsichtlich dieser das Verhältnis von Wirklichkeit und Fiktion.

 

Julia Dorninger und Gabriele Baumgartner greifen nun Ecos Thesen auf und hinterfragen die Position der Künstlerin oder des Künstlers bzw. der Betrachterin oder des Betrachters als Modell-Leser. Dabei geht es daher nicht nur um das Beleuchten der unterschiedlichen und vielfältigen Praktiken der Wissensaneignung bzw. –verarbeitung der Künstlerin oder des Künstlers, sondern auch um die Fragestellung, wie diese künstlerische Handlungsstrategien bzw. Reflexions- und Gestaltungsprozesse dem Betrachter oder der Betrachterin vermittelt werden (können). In Analogie zur Rezeption von Erzähltexten kann auch hier hinterfragt werden, inwieweit es in der Kunst einen, in diesem Fall Modell-Betrachter geben kann bzw. wieviel Wissen oder Vorinformation dieser benötigt, um die Intention des Kunstwerks zu begreifen.

Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele (Marcus Tullius Cicero)

 

Eine partizipative Skulptur

von Gabriele Baumgartner und Julia Dorninger

 

Eröffnung: Donnerstag, 21. März 2019, 19.30 Uhr

Ausstellungsdauer: 22. März - 30. März 2019

Künstlerhaus, Stolberggasse 26, 1050 Wien

 

Beteiligte KünstlerInnen: Nora Bachel, Alfredo Barsuglia, Brigitte Bruckner-Mikl, Babsi Daum, Monika Dorninger, Claudia Dorninger-Lehner, Johanna Finckh, AnaMaria Heigl, Markus Hiesleitner, Barbara Höller, Gerlinde Kosina, Monika Kus-Picco, Monika Lederbauer, Ina Loitzl, Josef Mikl, Martina Montecuccoli, Christian Murzek, Stefan Nützel, Maximilian Otte, Eva Pliem, Christiane Spatt, Loretta Stats, Gerlinde Thuma, Petra Paul, Ingrid Pröller, Gisela Reimer, Anna Reisenbichler, Denise Schellmann, Billi Thanner, Heidi Tschank, Claudia Wadlegger (crackthefiresister)

 

 

Im Rahmen von Haben und Brauchen in Wien

Ein Projektzyklus und Kooperationsprojekt des Künstlerhauses,

Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs

unter der künstlerischen Leitung von Tim Voss

08.03.2019 – 22.06.2019

 

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